Herbst und Winter mit ihren zahlreichen Feiertagen stehen vor der Tür. Da kommt ein Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Berlin-Brandenburg gerade richtig. Schließlich können Sie als Betriebsrat mit diesem wirksam dafür sorgen, dass Ihre Kolleginnen und Kollegen nicht plötzlich zu wenig Geld auf dem Konto finden, weil Ihr Arbeitgeber Lohnansprüche zu Unrecht gekürzt hat.

Das LAG Berlin-Brandenburg macht in seinem Urteil vom 20.8.2020 noch einmal deutlich, was bereits in früheren Urteilen anderer Gerichte durchklang (Az: 21 Sa 1792/19). Demnach gilt:

  • Fällt ein Feiertag auf einen Arbeitstag, entsteht ein Lohnanspruch nur dann, wenn die oder der Betroffene an diesem Tag auch tatsächlich hätte arbeiten müssen.
  • Gleiches gilt – bei Arbeitsunfähigkeit – für den Anspruch auf Entgeltfortzahlung.
  • Werden Beschäftigte nur hin und wieder an Feiertagen eingesetzt, können sie im Fall einer Arbeitsunfähigkeit nicht verlangen, dass ihnen die in die Zeit der Arbeitsunfähigkeit fallenden Feiertage bezahlt werden. Ausnahme: Sie können anhand von Dienstplänen etc. beweisen, dass sie hätten arbeiten müssen.

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